Hopfen
Der bis zu 6 m hoch wachsende Hopfen gehört zur Familie der Hanfgewächse. Die Pflanze wächst wild, wird aber für das Brauwesen und die Arzneimittelherstellung in fast ganz Europa, Westasien und Nordamerika angebaut. Geerntet wird der Hopfen kurz vor der vollen Reife im Spätsommer, damit die Schuppen nicht abfallen.In der Heilkunde werden die Hopfenzapfen verwendet. Ihre Schuppen tragen die Hopfendrüsen, die die wesentlichen Wirkstoffe enthalten: Die Bitterstoffe Humulon und Lupulon, die einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben und ihre Anwendung bei Unruhe- und Angstzuständen sowie bei Schlaflosigkeit finden. Zudem wirken sie bakterienhemmend und regen die Magensaftsektretion an. Deshalb wird Hopfen bei Verdauungsstörungen, Blasen- und Nierenleiden angewendet, aber auch bei Menstruationsbeschwerden, Nierenleiden und im Klimakterium. Hopfentee wird bei Schlafstörungen, Unruhe – und Angstzuständen empfohlen. Die Wirkung kann gesteigert werden, wenn man die Hopfenzapfen mit Baldrian oder Melisse mischt.
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